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Ewigkeitssonntag

Trauer und Hoffnung

Ein Kind sitzt allein auf einer Bank an einem See. Spätherbstliche Stimmung.

Am letzten Sonntag des Kirchenjahres wird der Verstorbenen gedacht. Der Ewigkeitssonntag ist ein Tag der Trauer - aber auch ein Tag der Hoffnung. Hoffnung, dass der Tod nicht das letzte Wort hat.

Zum Ende des Kirchenjahrs rückt in der Kirche die Frage nach den letzten Dingen in den Mittelpunkt: der Tod und das ewige Leben. Dadurch wird vor Augen geführt, dass menschliches Leben zwar endlich ist, aber bei Gott ewig aufgehoben bleibt. Am Ewigkeitssonntag im November, auch Totensonntag genannt, gedenken evangelische Christinnen und Christen verstorbener Angehöriger und Freunde.

Mehr über den Ewigkeitssonntag, Tod, Trauer und Hoffnung

Der Tod ist oft mit großen Befürchtungen verbunden. Vor allem unheilbar erkrankte Patienten werden damit konfrontiert. Wie sich mit diesen Ängsten umgehen lässt, berichtet Klinikseelsorgerin Christiane Bindseil. Sie hat aber auch erlebt, dass es vor dem Ende des Lebens heiter zugehen kann. Sie hat erfahren, dass der Austausch mit Sterbenden das Leben bereichern kann.

Von Sterbenden für das Leben lernen

Besonders hart trifft es Familien, wenn ein Elternteil von der Diagnose einer unheilbaren Krankheit erfährt. Der betroffene Elternteil ist ohnehin stark herausgefordert, diese Situation zu verarbeiten. Dennoch brauchen dann die eigenen Kinder gute Unterstützung, wenn sie unmittelbar mit der Endlichkeit des Lebens konfrontiert sind. 

Wie sage ich es meinem Kind? Wenn ein Elternteil sterben muss 

Die Gottesdienste am Toten- oder Ewigkeitssonntag sind nach Beobachtung des evangelischen Theologen Lukas Ohly weiterhin gut besucht. Die meisten Teilnehmer seien zwischen 30 bis 60 Jahre alt.

Theologe: Für Trauernde sind Verstorbene sehr präsent

Ein Totengedenken ist auch auf einer evangelischen Website möglich: Am Ewigkeitssonntag, 25. November 2018, gibt es um 18 Uhr auf www.trauernetz.de eine Chatandacht. Zusätzlich zur Chatandacht gibt es auch die Möglichkeit, Online-Gedenkseiten für Verstorbene anzulegen.

Chatandacht auf trauernetz.de

Der Toten zu gedenken, hilft den Trauernden. Die Hinterbliebenen brauchen oft auch Erinnerungsorte. „Niemand soll vergessen sein“ heißt ein neues Buch von Barbara Heuerding und Carmen Berger-Zell. Die Hessischen Evangelischen Kirchen haben zusammen mit der Diakonie Hessen dieses Buch über die vielfältigen Formen der Bestattung herausgegeben. Mit Texten und Fotos zum weiten Themenbereich von Bestatten, Gedenken und Erinnern.

Niemand soll vergessen sein

Die Advents- und Weihnachtszeit wird von Menschen, die einen Angehörigen verloren haben, oftmals als besonders belastend empfunden, da gerade vor diesem Familienfest die Trauer häufig wieder stärker wird. Daher bietet die Evangelische Familienbildung Main-Taunus ergänzend zum Ewigkeitssonntag gemeinsam mit den Kirchengemeinden des Evangelischen Dekanats Kronberg Unterstützung und Begleitung an:

Video Sternenzelt

Mit Tod und Trauer musste sich der Pfarrer Wolfhard Düver während seiner Arbeit oft auseinandersetzen. Dann starben innerhalb von nur zehn Tagen seine beiden Eltern. Verarbeitet hat er diese Erfahrungen in dem Gedichtband „einsachtzig unter oben“.

Mit Interview: Pfarrer schreibt Gedichte über Tod und Trauer

Sabine Mehne ist sich sicher: Es gibt ein Leben nach dem Tod. Sie hat eine Nahtoderfahrung erlebt. Im Video beschreibt sie, wie es sich angefühlt, was sie gesehen und welche Schlüsse sie daraus für ihr Leben gezogen hat.

Video mit Sabine Mehne


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